Röntgenschürze Gewicht

In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen groben Richtwert geben was das Gewicht einer Röntgenschürze beeinflusst. Leider können wir Ihnen keine genaue Zahl mit an die Hand geben. Wir hoffen aber, dass Sie ein Gefühl dafür bekommen, was eine Röntgenschürze wiegen kann. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und Ihr konstruktives Feedback!

Wie schwer ist eine Röntgenschürze?

Das tatsächliche Gewicht einer Bleischürze schwankt stark. Die wichtigsten Faktoren, welche das Gewicht der Röntgenschürze bestimmen, sind:

  • Länge
  • Konfektionsgröße
  • Bleigleichwert
  • Schutzmaterial (z.B. Blei / Bleikomposit / Antimon & Bismut)

Unsere Erfahrung zeigt, dass das Gewicht einer Röntgenschürze ja nach Modell zwischen 5 und 10 kg beträgt.

Welche Faktoren beeinflussen das Gewicht der Röntgenschürze am stärksten?

Größe und Länge der Röntgenschutzkleidung

Eine maßangefertigte Röntgenschürze (hier klicken) reduziert das Gewicht der Röntgenschutzkleidung erheblich, da nur so viel Schutzmaterial verwendet wird, wie für den optimalen Schutz benötigt wird. Dies hat eine erhebliche Reduzierung des Gewichtes zur Folge. Jeder Zentimeter an Länge bedeutet 50 – 60 Gramm zusätzliches Gewicht. Dies kann schnell dazu führen, dass die Röntgenschutzkleidung 1 – 2 Kilogramm schwerer ist, als sie unbedingt sein müsste. Diese zusätzliche Belastung kann zu dauerhaften orthopädischen Erkrankungen führen.

Bleigleichwert

Grundsätzlich ist der Bleigleichwert entsprechend dem Arbeitsumfeld zu wählen. Im Krankenhausumfeld empfehlen wir den Anwendern einen Bleigleichwert von mindestens 0,35 mm in der Front und 0,25 mm auf der Rückseite. Teilweise ist es sinnvoll, mit einem Bleigleichwert von 0,50 mm in der Front zu arbeiten. Hier ist jedoch abzuwägen, ob der zusätzliche Strahlenschutz die orthopädische Zusatzbelastung aufwiegt. Der zusätzliche Reduzierungseffekt der Streustrahlung bei der Verwendung eines Bleigleichwertes von 0,50 mm gegenüber 0,35 mm liegt im Schnitt bei 5 – 7 Prozent, wohingegen das Gewicht um mehr als 40% steigt.

Schutzmaterial

Grundsätzlich ist reines Blei als Schutzmaterial am schwersten. Sobald bleifreie Komponenten (z.B. Antimon) beigemischt werden, reduziert sich das Gewicht der Röntgenschürze. Röntgenschürzen, die aus bleifreiem Material gefertigt sind, bieten in der Regel das geringste Gewicht.

Was kann ich tun, um das Gewicht meiner Röntgenschürze zu reduzieren?

Die oben genannten Gründe können nicht vollständig eliminiert werden, daher wird Ihre Röntgenschutzkleidung immer ein gewisses Gewicht mit sich bringen. Jedoch hilft die Röntgenschutzkleidung, Ihren Körper vor schädlicher Röntgenstrahlung zu schützen und ist damit ein wichtiger Bestandteil Ihrer Arbeitsschutzkleidung.

Wir als MD Solutions können Ihnen auf vielfältige Art und Weise helfen:

  • Maßangefertigte Röntgenschutzkleidung (hier klicken)
  • Röntgenschürzen mit integriertem Unterstützungssystem (hier klicken)
  • Verschiedene Schutzmaterialien von Blei bis bleifreiem Schutzmaterial
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Maßangefertigte Röntgenschürzen reduzieren das Gewicht

Unsere Außendienstmitarbeiter kommen bei Ihnen im Haus vorbei und vermessen Sie und Ihr Team. Anschließend fertigen wir Ihre Röntgenschürze nach Ihrer individuellen Passform an, um den optimalen Tragekomfort für Sie zu gewährleisten.

Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihren Anruf! (hier klicken)

Röntgenschürzen mit integriertem Unterstützungssystem

Auf dem Markt für Röntgenschutzkleidung hat sich in den letzten Jahren viel getan. Es muss nicht immer nur der klassische Mantel oder das Kostüm sein.

Mittlerweile gibt es Modelle, welche über ein integriertes Unterstützungssystem verfügen (Modell Pro-PK). Dieses Unterstützungssystem funktioniert ähnlich wie ein Wanderrucksack. Sie müssen lediglich zwei Laschen über den Rücken über die Taille nach vorne führen. Sodass sich das Gewicht der Röntgenschürze auf die Taille verlagert. Daraus resultiert eine deutliche Entlastung der Schultern.

Diese Art der Röntgenschürze fühlt sich im Tragekomfort wesentlich angenehmer an.

Verschiedene Schutzmaterialien

Wir als MD Solutions möchten Ihnen die Möglichkeit geben, beim Schutzmaterial frei zu wählen. Unser Ziel ist es, Ihnen bei der Auswahl beratend zur Seite zu stehen. So können Sie abwägen, welches Material am Besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt und so eine fundierte Entscheidung treffen.

Übersicht der Schutzmaterialien

Wir haben Ihnen eine kleine Übersicht der verschiedenen Bleigleichwerte unserer Schutzmaterialien erstellt. Aus der Tabelle können Sie ablesen wie das jeweilige Schutzmaterial im Vergleich zu einer Bleifolie die Strahlung reduziert. Zusätzlich haben wir Ihnen die Flächengewichte der verschiedenen Schutzmaterialien ergänzt, damit Sie eine Möglichkeit erhalten, das Gewicht einzuschätzen.

Röntgenschürze Gewicht Material

Prüfverfahren der Röntgenschutzkleidung

Unsere Röntgenschutzkleidung ist im Einklang mit der DIN EN 61331-1:2016 geprüft. Das verwendete Verfahren wird als BBG* (modified broad beam geometry – modifiziertes breites Strahlenbündel) bezeichnet und detektiert auch die im Prüfobjekt entstehende Sekundärstrahlung. Dies ist zur Zeit der höchste Messstandard zur Erfassung von Sekundärstrahlung und bietet Ihnen die höchste Sicherheit.

Ursprünglich gab es zwei Verfahren zur Überprüfung von Röntgenschutzkleidung. Dabei traten allerdings Probleme bei der Bestimmung der Schutzwirkung von bleifreien bzw. bleireduzierten Strahlenschutzschürzen auf. Dies führte zu einer fehlerhaften, vermeintlich besseren Bewertung der Schutzwirkung bleifreier und bleireduzierter Röntgenschutzkleidung, da im Prüfobjekt (Röntgenschürze) entstehende Sekundärstrahlung nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Daher wurde 2009 das Verfahren der inversen Breitstrahlgeometrie eingeführt, welches auch die Sekundärstrahlung detektiert.

Die aktuell gültige Norm legt drei Verfahren zur Überprüfung der Schutzwirkung von Röntgenschürzen fest: das schmale Strahlenbündel, das breite Strahlenbündel und die inverse Breitstrahlgeometrie. Dabei detektiert das Verfahren des schmalen Strahlenbündels keine Sekundärstrahlung. (Noch bis vor einigen Jahren führte dies zu Fehleinschätzungen bei der Bewertung der Schutzwirkung, vor allem bei bleifreien und bleireduzierten Schürzen.)

2016 wurde eine leicht modifizierte Variante der inversen Breitstrahlgeometrie, modified inverse beam geometry – IBG*, veröffentlicht. Diese wurde bereits 2018 durch das modifizierte breite Strahlenbündel, modified broad beam geometry – BBG*, ersetzt.

Abbildung 1: Modifizierte Breitstrahlgeometrie (BBG*) unter Verwendung einer kleinen flachen Ionisationskammer [modifiziert nach H. Eder und H. Schlattl, “IEC 61331-1: A new setup for testing lead free X-ray protective clothing”, Physica Medica, Nr. 45, S. 6-11, 2018]

Broad Beam Geometry

Das Schaubild zeigt den Versuchsaufbau zur Messung der Abschirmeigenschaften verschiedener Materialien nach BBG*. Dazu werden Blenden zur Kollimation der Röntgenstrahlen eingesetzt. Die Röntgenstrahlen treffen dann auf das Prüfobjekt bzw. auf die Röntgenschürze, werden dort gestreut und von der sich direkt dahinter befindlichen Messkammer erfasst. Durch diesen Messaufbau/diese Messanordnung wird auch die Streustrahlung ausreichend detektiert.

Warum erzeugen bleifreie Schutzmaterialien Sekundärstrahlung?

Bleifreie Schutzmaterialien besitzen in der Regel geringere Ordnungszahlen, was den Vorteil erbringt, dass die Schürzen aufgrund der geringeren Dichte leichter sind/weniger wiegen/weniger Gewicht haben. Allerdings erzeugen Elemente niedrigerer Ordnungszahl auch vermehrt Streu- bzw. Fluoreszenzstrahlung. Dies resultiert aus der geringeren Bindungsenergie der Elektronen der inneren Schale (K-Schale). Die Erzeugung der Fluoreszenzstrahlung tritt daher vermehrt bei Elementen mit geringerer Ordnungszahl auf, da das Röntgenspektrum bei diesen Energien am höchsten ist. Bei Spannungen von nicht mehr als 70 kV tritt Fluoreszenzstrahlung bei Elementen wie Blei und Bismut erst gar nicht auf, da die Energie noch zu gering ist, um Fluoreszenzstrahlung zu erzeugen.

Aus diesem Grund dürfen Röntgenschürzen heute nicht mehr ausschließlich nach dem Verfahren des schmalen Strahlenbündels getestet werden. Mit dem BBG*-Verfahren wird im Vergleich zur modifizierten inversen Breitstrahlgeometrie (IBG* – modified inverse broad beam) mehr Streustrahlung gemessen.

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