Strahlenschutz – MD Solutions GmbH

Wir als MD Solutions möchten Ihnen beim Thema Strahlenschutz eine breite Informationsbasis zur Verfügung zu stellen. Unser Ziel ist es die Strahlendosis des Krankenhaus-Personals zu reduzieren. Insbesondere in der interventionellen Radiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie kommt es zu hohen Strahlenbelastungen, die durch Schulungen und richtiges Verhalten stark reduziert werden können.

Für uns hat Strahlenschutz höchste Priorität, denn schließlich geht es um Ihre Gesundheit.

Wir bieten Ihnen immer die innovativsten Produkte mit den höchsten Qualitätsansprüchen an. Dies soll Sie in die Lage versetzen mit dem bestmöglichen Strahlenschutz zu arbeiten.

Sprechen Sie uns einfach an und wir kommen bei Ihnen vor Ort vorbei, um Sie und Ihr Team zum Thema zu beraten und Ihnen unsere Produkte vorzustellen.

Strahlenwirkung auf den menschlichen Körper

Man unterscheidet zwischen deterministischen und stochastischen Strahlenschäden. Deterministische Strahlenschäden entstehen in der Regel nach dem Überschreiten eines gewissen Dosis Schwellenwertes der bei ca. 500 Millisievert liegt. Stochastische Strahlenschäden hingegen können bereits bei niedrigen Strahlendosen auftreten. Es gibt hier keine Schwellenwerte. Mit steigender Strahlendosis steigt auch die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines stochastischen Strahlenschadens.

Deterministische Strahlenschäden

Sind in der Regel die Folge der Abtötung von Zellen in einem Organ- oder Gewebesystem, infolge einer Apoptose oder Nekrose. Ist die Anzahl der abgetöteten Zellen in einem Gewebe oder Organ zu groß, kann es zu Funktionseinbußen in dem betroffenen Organ kommen. Deterministische Strahlenschäden können durch hohe Dosen an ionisierender Strahlung auftreten. Vorrausgehend für deterministische Schäden ist die Überschreitung eines gewissen Dosisschwellenwertes (ca. 500 Millisievert).

Deterministische Strahlenschäden können sein:

  • verbrennungsähnliche Erscheinungen der Haut / Rötung der Haut
  • Haarausfall
  • Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit
  • Blutarmut (Anämie)

Stochastische Strahlenschäden

Ionisierende Strahlung kann zu einer unzureichenden oder fehlerhaften Reparatur der DNA führen. Bei der natürlichen Zellteilung können sich diese veränderten / mutierten Zellen vermehren. Dieser Vorgang kann auch noch Jahre nach der Strahlenexposition zur Entstehung von Krebs führen.

Tritt diese Veränderung der DNA in den Hoden oder den Eierstöcken auf, kann dies auch in den folgenden Generationen zu Erbschäden führen. Diese Art der Vererbung von genetischen Schäden wurde bislang bei Menschen nicht beobachtet, wohl aber bei Tieren.

Bereits bei niedrigen Dosen ionisierender Strahlung können stochastische Strahlenschäden auftreten. Es gibt bei stochastischen Strahlenschäden keine Dosisschwellenwerte. Dies bedeutet, dass stochastische Strahlenschäden sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Dosen auftreten können. Die Wahrscheinlichkeit eines stochastischen Strahlenschadens steigt jedoch mit zunehmender Strahlenexposition. Bis zum Auftreten der stochastischen Strahlenschäden kann ein großer Zeitraum verstreichen (Latenzzeit).

Stochastische Strahlenschäden können sein:

  • Krebs
  • Leukämie
  • Vererbbare Effekte

Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt drei allgemeine Grundsätze um das Risiko stochastischer Schäden durch Strahlung zu verringern:

  • Rechtfertigung,
  • Dosisbegrenzung
  • Optimierung

Wir können Sie in erster Linie bei der Optimierung des Strahlenschutzes unterstützen. Die Dosisrechtfertigung findet in der Medizin durch die rechtfertigende Indikation statt. Die Dosisbegrenzung wird durch die Dosisgrenzwerte geregelt. Die Dosisgrenzwerte finden Sie hier.

Optimierung des Strahlenschutzes

Sollte eine Strahlenexposition mit einer verbundenen Tätigkeit gerechtfertigt sein, gilt hier der oberste Grundsatz der Optimierung. Jede unnötige Strahlenexposition ist zu vermeiden.

Das Gebot der Optimierung sollte dem ALARA-Prinzip folgen. ALARA steht für „As Low As Reasonably Achievable”. Dies bedeutet:

  • Wahrscheinlichkeit einer Exposition verringern
  • Anzahl der exponierten Personen minimieren
  • Individuelle Dosis reduzieren

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz sind hier insbesondere der technische Erkenntnisstand sowie wissenschaftliche und gesellschaftliche Faktoren zu berücksichtigen.

Was können Sie konkret machen, um den Strahlenschutz zu verbessern?

Wir bei MD Solutions haben Ihnen eine Checkliste erstellt mit der Sie vor jedem Eingriff den Strahlenschutz verbessern können.

Eine Studie hat gezeigt, dass ein sogenanntes Radiation Safety Time-Out vor jedem Eingriff die Strahlendosis um bis zu 20% senken kann.

Die Checkliste dient als kurze Erinnerung an die Einhaltung der ALARA-Prinzipien und zur Kontrolle, dass alle zur Verfügung stehenden Strahlenschutzmittel verwendet werden:

ALARA

  1. Distanz zur Strahlungsquelle
  2. Bildrate so niedrig wie möglich
  3. Bildempfänger nah am Patienten
  4. Einblenden

Strahlenschutzequipment

  1. Obertisch-Bleiglasscheibe
  2. Untertischschutz
  3. Röntgenschürze
  4. Schilddrüsenschutz
  5. Sterile Strahlenschutzdrapes (RADPAD®)
  6. Dosimeter / Live Dosimetrie
  7. Röntgenschutzbrille

Das Durchgehen der kurzen Checkliste vor jedem Eingriff kann die Strahlendosis bereits signifikant reduzieren. Durch die regelmäßige Erinnerung an den Strahlenschutz wird das Bewusstsein für die Strahlenexposition gesteigert und somit automatisch eine Reduktion der Strahlungsdosis.

Nach wie vor das wichtigste Instrument des Strahlenschutzes ist der Abstand zu Strahlungsquelle.